Aurith - Urad

zwei Dörfer an der Oder

aurith_uradAurith liegt an der Oder. Urad gegenüber, keine hundert Meter entfernt. Man sieht die Dächer, die Hunde bellen gemeinsam. Einst verband hier eine Fähre die zwei Hälften eines Dorfes, dann wurde der Fluss Staatsgrenze zwischen Deutschland und Polen. Heute versuch man, auf beiden Ufern zurechtzukommen - ob mit Saisonarbeit, Schmuggel oder Ich-AG. Das Buch ist eine Nahaufnahme der beiden Grenzdörfer. Es erzählt vom Alltag zweier Welten, die sich ebenso fremd wie ähnlich sind.

entstanden in Zusammenarbeit mit anschlaege.de (Fotografie und Gestaltung),

mit Vorworten von Beata Halicka und Uwe Rada

»Wenn die Welt bloß so einfach wäre wie dieses wunderbare Buch. Man dreht es einfach um, und schon hat man die Welten gewechselt … die Menschen diesseits und jenseits des Grenzflusses erzählen, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. « [Potsdamer Neueste Nachrichten, 05.01.2007]

»… bestimmte Episoden werden so erst rund, wenn man die Erzählung darüber von beiden Seiten kennt. Und so ist das ja auch mit der großen deutsch-polnischen Geschichte und ihrer Deutung: Meist kennt man eben nur die eigene Perspektive. Eine erste Einübung in zweiseitige Lesarten wären diese Geschichten aus Urad und Aurith.«<[Märkische Oderzeitung, 06.01.2007]

»Dieses Buch ist … eine Kostbarkeit.« [Berliner Zeitung, 17.04.2007]

248 Seiten mit zahlreichen, teils farbigen Abbildungen

zweisprachig Deutsch-Polnisch

erschienen im Deutsche Kulturforum Östliches Europa

Beiträge in:

Neuland Gewinnen

Die Zukunft in Ostdeutschland gestalten

Ostdeutschland verändert sich noch immer in rasantem Tempo. Gerade das Land und kleine Städte jenseits der Ballungs- zentren sind zum Sinnbild stecken gebliebener Entwicklungshoffnungen geworden. Seit 2012 unterstützt die Robert Bosch Stiftung mit dem Programm »Neulandgewinner, Zukunft erfinden vor Ort« engagierte Menschen und Initiativen, die Chancen auf Veränderung sehen, Ideen entwickeln und unkonventionelle Wege ausprobieren. Die Menschen, die in diesem Buch selbst zu Wort kommen, sind so vielfältig wie ihre Projekte. Sie arbeiten auf dem Land mit dem Wächter- hausmodell oder richten offene Werkstätten ein. Sie kaufen ehemalige Bahnhöfe, um soziale Zentren aufzubauen, ver- bessern die (Elektro-)Mobilität oder suchen im Umgang mit der Geschichte ihrer Region Zukunftspotenzial.

Mit Beiträgen von Lukas Beckmann, Heinz Bude, Cordula Kropp, Klaus Overmeyer und Tina Veihelmann. Dieses Buch analysiert den Status quo ländlicher Regionen, skizziert Konzepte einer neuen Raumpolitik, stellt ein Dutzend Projekte aus der Praxis vor und führt hierzu eine Debatte mit Raumpionieren, Politikern, Wissenschaftlern und Künstlern.

erscheint in Kürze:

herausgegeben von: Siri Frech, Babette Scurell, Andreas Willisch, Ch. Links Berlin 2017, ISBN 978-3-86153-949-0

Jazorina

Under towering chimneys in a sprawling industrial landscape, a group of lakes, pristine paths, and viewing benches are improbably sited. In among them, visiting tourists are reduced to mere specks, backs turned away from us, as they stare fixedly at the smoke shafts in the middle distance, billowing into the summer sky. This is Lusatia, soon to be Europe’s largest artificial lake district. Sited at the Eastern edge of Germany, the region has held a reputation as one of the most polluted in the country. For more than a century, forests were felled, and villages emptied to make way for vast lignite mines, which gradually decimated the area. But beginning in the 1970s and with renewed vigour after reunification, old pits were flooded to create artificial lakes. Now, there are around ten in use, with more on the way, and a fledgling tourism trade has begun re-cultiating the land. Freya Najade became captivated by Lustatia’s quasi-industrial feel, and the measured, yet determined pace of change.

Authors: Lucy Davies, Tina Veihelmann
Artists: Freya Najade

German/English, Kehrer Verlag 2016, ISBN 978-3-86828-691-5

Dessau 1945: Moderne zerstört

Die Stadt Dessau war – über das Bauhaus hinaus – ein Kulminationspunkt der industriellen Moderne. In des Naziregimes erlebte die Stadt einen unvergleichlichen Aufstieg und Fall, der sie bis heute prägt. Dessau war Rüstungsmetropole, Gauhauptstadt und „company town“ der Junkers Flugzeug- und Motorenwerke sowie Hauptproduktionsort für das Giftgas Zyklon B. Der vorliegende Band erzählt die widersprüchliche Geschichte der Bauhausstadt im Nationalsozialismus. Er blickt zurück auf die Zusammenhänge der Verheerung und widmet sich der zerstörten Moderne ebenso wie ihren destruktiven Potentialen

herausgegeben von: Stiftung Bauhaus Dessau, Spector Books 2014,  ISBN 978-3-8389-0453-5

Raumpioniere in ländlichen Regionen

Während Politiker noch behaupten, ländliche Regionen nicht aufzugeben, sieht die Parxis in dünn besiedelten Regionen anders aus. Schulen werden geschlossen, Buslinien stillgelegt, es mangelt an ärztlicher Versorgung, die technische Infrastruktur wird zunehmend teurer und Kulturangebote fehlen. Aus der Not heraus beginnen die Bewohner, sich um Fragen der Lebensqualität selbst zu kümmern. Raumpioniere engagieren sich für Wasser-, Gas-und Stromversorgung, Verkehr, Gesundheit, Schulbildung, Freizeit und Kultur. Dabei entstehen neue Kooperationen zwischen Bürgergesellschaft und staatlichen Instanzen. Wo aber beides versagt, ist das demokratische Gemeinwesen in Gefahr. Das Buch analysiert den Status quo ländlicher Regionen, skizziert Konzepte einer neuen Raumpolitik, stellt ein Dutzend Projekte aus der Praxis vor und führt hierzu eine Debatte mit Raumpionieren, Politikern, Wissenschaftlern und Künstlern.

Mit Texten von Tina Veihelmann, mit Projektbeiträgen von Atelier van Lieshout und Fotobeiträgen von Werner Mahler, Frank Schinski (OSTKREUZ).

herausgegeben von: Kerstin Faber, Philipp Oswalt, Spector Books 2013, ISBN 978-3-940064-58-5

Verwundete Landschaft neu gestalten

Abschlussband der Internationalen Bauausstellung (IBA) Fürst-Pückler-Land 2000-2010.
Die IBA wird bald Geschichte sein. Was bleibt sind ihre Erben: Was aber bleibt von der IBA Fürst-Pückler-Land in der Lausitz? Haben die Bewohner der “Experimentalregion” neue Perspektiven gewonnen?

herausgegeben von: IBA Fürst-Pückler-Land,  Jovis Verlag 2012, ISBN 978-3-86859-141-5

Weniger ist Zukunft – 19 Städte, 19 Themen

Internationale Bauausstellung Stadtumbau Sachsen-Anhalt 2010

Katalog zur internationalen Bauausstellung 2010 in Sachsen-Anhalt, u.a. mit dem Beitrag “Was blüht unseren Landschaften? Zum Beispiel Wolfen-Bitterfeld 2050″ Klaus Overmeyer und Tina Veihelmann.

herausgegeben von: Philipp Oswalt, 2010 Jovis Verlag,
ISBN 978-3-86859-100-2

heimat

konkursbuch 49

Namhafte SchriftstellerInnen, junge AutorInnen und FotografInnen aus drei Generationen sind der Frage nachgegangen, wieviel Heimat im Zeitalter der Globalisierung noch in uns steckt.

herausgegeben von Corinna Waffender, konkursbuch verlag 2010, ISBN-10: 3887692497
ISBN-13: 978-3887692490


Grenze, welche Grenze?

Menschen an Oder und Neiße

Der Katalog zur gleichnamigen Wanderausstellung stellt elf Beispiele vor, die davon erzählen, wie Einzelne das Leben an Oder und Neiße verändern. Indem sie Brötchen backen, die jenseits der Grenze gegessen werden, jahrelang für eine Fähre streiten oder einfach über Nacht eine bauen. Indem sie gemeinsame Kläranlagen einrichten, gemeinsam Brände löschen oder gar eine Stadt gründen. Es wäre naiv zu meinen, die grenzüberschreitenden Projekte und Aktivitäten, von denen dieses Buch erzählt, repräsentierten den Alltag an der deutsch-polnischen Grenze. Natürlich ist dies nicht der Fall. Aber sie können ein Wegweiser sein. Beispiele, die zeigen, was einerseits möglich ist, wo anderseits noch Schwierigkeiten liegen. Nicht zuletzt sind die Seismographen, die erste Anzeichen eines Wandels zeigen.

entstanden 2009 in Zusammenarbeit mit anschlaege.de für die gleichnamige Wanderausstellung
herausgegeben vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

Zukunft erfinden

Kreative Projekte in Ostdeutschland

Im Umgang mit Krisen hat der Osten Erfahrung (…) Im vorliegenden Buch werden 30 Projekte und Akteure (…) vorgestellt, die kreativ und unkonventionell Veränderungen in Gang setzen. Berichtet wird von neuen lokalen Energiekonzepten und ungewöhnlichen Nutzungsideen für leerstehende Häuser, von Modellversuchen mit Bürgerarbeit und Belegschaftinitiativen zur Übernahme stillgelegter Betriebe, von Regionalwährungen und Medizinnetzwerken, von Kulturprojekten und umgewandelten Landschaften.

herausgegeben von Christoph Links und Kristina Volke, Ch.Links Berlin 2009, ISBN 978-3-86153-542-3

Plan B

Kulturwirtschaft in Berlin

Ein Buch über Kulturwirtschaft in Berlin, über Gestörte, Raumpioniere, Brad Pitt und Klischees, über Münchhausen, Standortpolitik und bedingungsloses Grundeinkommen, mit Ausflügen nach London, New York, Marseille, Bad Friedrichsfelde und mit Mawil auf die Castingallee. Und das alles inklusive der Kulturwirtschaftsstudie des Berliner Bezirks Lichtenberg.

herausgegeben von anschlaege.de mit Beiträgen u.a. von Wolfgang Lotter, Heik Afheldt,
Dave Rimmer, Mark Terkessidis und Holger Kube Ventura, REGIOVERLAG Berlin
2007 , ISBN 978-3-929273-66-3

Fokus Wasser

Brandenburgs Kulturlandschaft im Wandel

Wasser und Stadtbaukultur sind im Land Brandenburg nicht losgelöst von einander zu denken. Hafenstädte waren materielle wie kulturelle Umschlagplätze, der Fluss als nutzbarer Handelsweg ein Standortfaktor. Wasserfurten sind für viele Städte namensprägend. Die Schiffbarmachung der Flüsse und der Brückenbau bezeugen die Ingenieurbaukunst. Nicht nur die Großstadtentwicklung im Industriezeitalter setzte bei der Wasserversorgung wie bei der Abwasserentsorgung ein technisches Wissen voraus, um mit Wassertürmen, Brunnen, Vorflutern, Rieselfeldern und Kläranlagensystemen Seuchen und Krankheiten zu begegnen. Stadttechnische Fragen der Wasserver- und -entsorgung sind beim Umbau der Städte bis heute wichtige Infrastrukturthemen.

herausgegeben von Kulturland Brandenburg e.V. mit Beiträgen u.a. von Annett Gröschner, Wolfgang Kil, Tanja Dückers und Ulrike Steglich, 192 Seiten, Koehler und Amelang 2007, ISBN-10: 3733803590, ISBN-13: 978-3733803599

Schrumpfende Städte

Handlungskonzepte

Im Umgang mit schrumpfenden Städten geraten Städtebau und klassische Stadtplanung an ihre Grenzen. Hier greifen die Instrumente der vom Wachstumsdenken geprägten Disziplinen nicht mehr, oft stehen sie gar nicht mehr zur Verfügung. Angesichts dieser neuen Herausforderung werden neue Wege beschritten, neben die Hard Tools baulicher Interventionen treten die Soft Tools politischer, sozialer, kultureller und kommunikativer Interventionen.

Das Buch gibt einen internationalen Überblick über experimentelle Handlungskonzepte für schrumpfende Städte aus den Bereichen Architektur, Landschaftsarchitektur, Städtebau, Stadt- und Regionalplanung, Medien, Performance und Kunst. Die Ansätze der Arbeiten reichen von künstlerischen Eingriffen und Self-Empowerment-Projekten über architektonische und landschaftliche Interventionen, Strategien medialer Kommunikation und Stadtmarketing bis hin zu neuen Gesetzesregeln und utopischen Entwürfen. Die vorgestellten Arbeiten sind zum einen Auftragsarbeiten im Rahmen des Projekts Schrumpfende Städte, zum anderen bestehende Projekte der letzten Jahrzehnte zum Beispiel aus den USA, Großbritannien, den Niederlanden, Österreich, Russland und Japan.

Hierbei sollen zugleich die wichtigsten politischen Diskurse, die sich in diesem Feld aufgetan haben, thematisiert werden, so z.B. die Debatten um Eigentum und Einwanderung, die Rolle des Staates, Eigeninitiative versus Neoliberalismus und das Ende der gleichwertigen Raumentwicklung.

herausgegeben von Philipp Oswalt im Auftrag der Kulturstiftung des Bundes . Mit Essays u.a. von Ash Amin, Regina Bittner, Jörg Dettmar, Dan Graham, Wolfgang Engler, Robert Fishman, David Harvey, Juan Herreros, Bart Lootsma
900 Seiten, ca. 500 Farbabbildungen, 39.80 Euro, Verlag Hatje Cantz 2005, ISBN 3-7757-1558-4

where work ends and mission begins

Die Publikation beinhaltet künstlerische Experimente, die die Berliner Künstlergruppe bankleer seit 2001 in Berlin, Stuttgart, Istanbul und Bombay initiierten, um die Erweiterung und Neubewertung des Arbeitsbegriff zu fördern. Neben Einblicken in unsere künstlerische Praxis bietet der Band ergänzende Reflexionen zum Themenfeld Ökonomie und Arbeitsbegriff. Experimente und Versuche mittels künstlerischer Interventionen, dem Arbeitsbegriff neue Räume zu öffnen - für eine vielleicht auch zunächst unmöglich scheinende Diskussion.

herausgegeben von Jean-Baptiste Joly und bankleer. Mit Essays von Judith Fischer, Dietrich Heißenbüttel, Karolina Jeftic, Jean-Baptiste Joly, Holger Kube Ventura, Tina Veihelmann, Jürgen Lang, Matthias Reichelt, Peter Thiessen und Mag Wombel

160 Seiten, Deutsch/Englisch, 14,00 Euro, Verlag Merz-Solitude 2005, ISBN 3-937158-01-4

Mehr Zuckerbrot, weniger Peitsche

Aufrufe, Manifeste und Faulheitspapiere der Glücklichen Arbeitslosen

Seit 1996 verbreiten die Glücklichen Arbeitslosen eine ketzerische Botschaft: Arbeit für alle werde es nie wieder geben, doch gerade dies sei eine historische Chance. Heute gäbe es bereits Menschen, die außerhalb der Erwerbssphäre ein durchaus glückliches Dasein gefunden hätten. Nicht Arbeitslosigkeit sei das Problem, sondern Geldlosigkeit und mangelnde gesellschaftliche Akzeptanz. Darum plädieren die Glücklichen Arbeitslosen für eine angemessene, bedingungslose Entlohnung derjenigen, die auf die Mangelware Arbeit freiwillig verzichten. Voraussetzung dafür wäre freilich eine kulturelle Revolution, die sich gegen die alte Arbeitsmoral richten müßte, um die soziale Relevanz der Muße anzuerkennen

herausgegeben von Guillaume Paoli, 208 Seiten,
Edition Tiamat 2002, ISBN: 3-89320-062-2