Landleben wird von Leuten gemacht

In Gegenden, die die Prognosen für Raumentwicklung längst abgeschrieben haben, ist vieles möglich. Voraussetzung ist, dass sie weiterhin erreichbar sind und Bildungssysteme und ärztliche Versorgung funktionieren. Wer nicht defensive, sondern gestaltende Politik betreiben will, sollte erschließen statt aufzugeben. Denn die ländlichen Räume werden gebraucht. Ein Essay darüber, weshalb die Autorin das so sieht.

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Kann man am Berliner Hauptbahnhof küssen?

Kann man am Hauptbahnhof küssen? Hat er es geschafft, in zehn Jahren zu einem richtigen Bahnhof zu werden? Sagt man “Bahnhof” schwingt immer noch irgendwetwas anderes mit. Etwas, das Erwartungen weckt. Bahnhöfe seien Sehnsuchtsorte. Das Tor zur Welt.

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Eine Kreuzberggeschichte

Auf einem alten Foto sind Menschen zu sehen, die in einem unglaublich grauen Hof im Kreis herum tanzen. Sie sind barfuß und haben Schlaghosen an. Darunter steht: Straßenfest in der Cuvrystraße. Das Bild mutet ungefähr so historisch an wie die sepiafarbenen Lichtbilder aus der Jahrhundertwende. Dabei stammt es aus den 1980er Jahren. Der Zeit, als diese Gegend im hintersten Eck von Westberlin den großen Mythos von Kreuzberg schrieb. …

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Ahmet hat seinen Teil beigetragen. Jetzt fliegt er raus.

Die älteste Gemüsehandlung im östlichen Kreuzberg heißt Bizim Bakkal, was auf Deutsch so viel wie „Kleiner Laden“ heißt. Ein Berliner Künstler, der die alltäglichen Dinge Kreuzbergs in Öl mal, hat auch dieses Geschäft verewigt. Das ergibt eine kleine Ironie, denn in Öl wirken diese Sachen, als würden sie viel mehr bedeuten als zum Beispiel Kohlköpfe, Spargel und Rettiche. Der eigentliche Witz kommt dahinter. Denn sie bedeuten tatsächlich viel mehr. So viel, dass vorige Woche die Nachbarschaft – ohne dass dies wirklich organisiert worden wäre – um den Laden herumstand, auf Autodächern saß, die ganze Straße füllte und zur Verständigung eine Lautsprecheranlage herbeigeschafft werden musste.

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Wie man eine Schleuder baut

Die IBA Fürst-Pückler-Land bricht ihre Zelte ab. Sie hinterlässt wenig Gebautes – aber hohe Erwartungen. Was wird in der Lausitz von ihr bleiben?

Die IBA Fürst-Pückler-Land bricht ihre Zelte ab. Sie hinterlässt wenig Gebautes – aber hohe Erwartungen. Was wird in der Lausitz von ihr bleiben?

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Berlins letzte Ruine

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Letztes Abendlicht. Das Dach der Berliner Eisfabrik. Geräusch einer Spraydose, dieses Zischen des Ventils, wenn man auf den Sprühkopf drückt. Man kann den Fernsehturm sehen und die Dachpappe riechen.

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Und das rote Kreuz bringt uns dann einen Eimer Wasser vorbei

Die Kanzlerin kommt. Auf dem Stendaler Kornmarkt soll sie gleich aus ihrer Limousine steigen, um mit den Stadtvätern im Rathaus über einen sperrigen Begriff zu reden: den demographischen Wandel.

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Das Lächeln des Juri Gagarin

“Astronautin sind Sie, sagen Sie.” - “Fest angestellt?” - “Freiberuflerin.” - “Verzeihung. Astronautin und Freiberuflerin. Da müssten wir Sie bei mindestens 290 Prozent einstufen. Wegen des Risikos, Sie verstehen … Und wir wissen ja nicht, wie sich Ihre Auftragslage entwickelt …”

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Dialektik der Party

Nicht jeder lebt in einem Viertel, mit dem man auf Facebook befreundet sein kann. Wir wohnen in einem.

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Für Herrn Lehmann eine Loggia

Stell dir vor, du kannst dir deine Wohnung in der Innenstadt nicht mehr leisten. Du ziehst raus in ein Hochhausviertel und kannst vom Wohnzimmer aus die Skyline und den Fernsehturm sehen. Die Wirklichkeit ist nur eine Handbreit entfernt.

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Welcome home in Kreuzberg

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Kaffee: fair trade. Einrichtung: Vintage. „Kreuzberg“, sagt Karl. Ich gebe ihm recht. Wir sitzen in Brooklyn. Brooklyn Heights genau gesagt, denn ganz Brooklyn ist ja so groß wie die halbe Stadt Berlin.

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Savoir vivre sagen

Zeit ist Geld. Sagen die Deutschen. Und meinen damit, dass Zeit Reichtum ist.
Ein schwäbisches Sprichwort, schätzt mein Vater, aber schnöde, denn gemeint ist ja nicht der Zeit-Reichtum, sondern der Geldreichtum, mit dem die Zeit aufzuwiegen wäre. Egal, sage ich. Stell dir vor, einer kommt und schenkt dir Zeit …

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Der Mann hat schon so einige Rettungen erlebt

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Die letzte Dorfbäckerei in Bismark gäbe es nicht ohne den Grenzverkehr zwischen Löcknitz und Szczecin

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Restaurant Evropa

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Die postmoderne Erfindung Europas oder: Warum die Ukraine offene Grenzen braucht

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Draußen in Istanbul

Ein Ausflug ins Istanbul der “gated communities”…

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Lieber Otto, es ist für dich

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Das Berliner Ostkreuz soll seit etwa 80 Jahren umgebaut werden. Nun ist es soweit. Von einem Bahnhof, der von mehr erzählt als nur von Gleisanlagen und Bahnwaggons.
Ausgezeichnet mit dem “Journalistenpreis Bahnhof 2009″.

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Sturm und Zwang

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Wie meine Familie und ich den atomaren Erstschlag überlebten.

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Der Dunst über der Steiermark

Eine Reise in den südöstlichen Teil Österreichs, wo der Wein schmeckt und ein Drittel der Bevölkerung rechtsextreme Parteien wählt

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Brautschau

Vor einigen Wochen kündigte sich bei uns Besuch aus der Ukraine an. Taras Makarenko teilte per Email sein Kommen mit, er beabsichtigte zwei Wochen in Berlin zu verbringen, um eine Braut zu finden…

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Zeitreise vom Austria- zum Soborna-Platz

Johann Schlamp lebt seit fast einem Jahrhundert in Czernowitz. Früher sprach er deutsch, polnisch und jiddisch. Heute liebt er das Russische.

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